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Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 17. Juni 2019


 

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

 

 

 

Göttliche Offenbarung

 

 

Meine geliebten Söhne und Töchter, für diejenigen, die Mein Offenbarungswort schon kennen, stellt die Grundwahrheit „Der Himmel ist Liebe“ nichts Neues dar. Und viele mögen sich wundern, warum Ich eine in ihren Augen Selbstverständlichkeit an den Anfang Meiner heutigen Durchgabe stelle und besonders betone.

Ich tue dies deshalb, weil Ich Mir wünsche, dass ihr euch darin übt, erkannte Wahrheiten und Weisheiten nicht nur abnickend zur Kenntnis zu nehmen, sondern die Tiefe darin zu erkennen. Das bedeutet, dass ihr nicht vorschnell über eine Aussage, Tatsache oder Gegebenheit hinweggehen sollt, wenn und weil ihr sie als richtig oder zutreffend erachtet. Denn fast immer verbergen sich dahinter weitere Gesetzmäßigkeiten, die euch auf eurem Weg zu Mir nur dann weiterhelfen, wenn ihr euer eigenes Verhalten daran messt und es notfalls korrigiert.

Wenn ihr daran glaubt, dass der Himmel Liebe ist: Was ergibt sich dann daraus für diejenigen von euch, die den Wunsch haben, wieder in ihre ewige Heimat zurückzukehren? Die Antworten liegen auf der Hand: Zum einen folgt daraus, dass es keinen Tod im Sinne von „alles ist aus“ gibt, also auch keinen Grund zu Angst und Sorge; und zum anderen regelt das geistige Gesetz der Anziehung das nachtodliche Geschehen für jeden einzelnen. Denn es besagt, dass derjenige den Himmel in sich tragen muß, der in den Himmel eingehen will. Wobei mit „Himmel“ in diesem Fall lichte, leichte und weite Lebensräume gemeint sind, wie sie bei euch auf der Erde nicht vorherrschen, und die zudem ein unvorstellbares Ausmaß haben.

Der wahre Himmel, die Wiedervereinigung mit Mir, euer Leben in einer nicht zu beschreibenden Schönheit und Freiheit, das Einssein mit allem was ist, liegt in einer Dimension, die mit einem „Sprung“ von der Erde nach dort ohnehin nicht zu erreichen ist. Aber auch der spätere Eintritt in diese Sphären setzt voraus, dass ihr euch im Jenseits so weit entwickelt habt – also wieder zur Liebe geworden seid –, dass ihr die hohe Schwingung der Ewigkeit erreicht habt, also in euch tragt.

Noch ist es nicht so weit; aber alle Meine Menschen- und Seelenkinder sind, ob sie es wissen oder nicht, auf dem Heimweg. Denn bei eurem einstigen Verlassen betratet ihr eine Kreisbahn, die euch unweigerlich zu Mir zurückbringen wird. Es gibt kein Außerhalb von Mir, nichts, was nicht auf ewig in Mir bleibt, und was Ich mit Meiner Energie erhalte. Wobei es keine Rolle spielt, ob sich ein geistiges Wesen im Eigenwillen von Mir getrennt hat oder aus Liebe zu seinen Erdengeschwistern freiwillig inkarniert ist.

Das zu wissen sollte euch Trost und Ansporn sein; und damit komme Ich zurück auf das zu Anfang Gesagte: Dass ihr nicht vorschnell über etwas hinweggehen solltet, das für euch alle von tiefgreifender Bedeutung ist, weil es erkannt werden will. Dazu kann beispielsweise die Überlegung gehören, ob ihr alle schon frei seid von Ängsten und Sorgen, was euer Leben im Jenseits betrifft. Wenn da noch etwas sein sollte, was euch mehr oder weniger bedrückt, wäre das vielleicht ein Anlass, tiefer hineinzuschauen in etwas, das ihr schon lange wißt, dem ihr aber bisher noch nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt habt.

Die Tatsache, dass ihr alle den Himmel noch nicht verkörpert, könnte euch Ansporn sein, euch auf den Weg himmelwärts, das heißt im übertragenen Sinne: auf den Weg nach innen zu machen, sofern ihr wirklich den Wunsch habt, wieder zur Liebe werden zu wollen. Ich verstärke in euch jede noch so kleine Regung, diesem Ziel näherzukommen. Oftmals sind es nur ein paar leichte Schritte, die anstehen, und zu denen Ich und eure geistigen Begleiter euch bewegen; manchmal sind es Dinge, die euch etwas schwerer fallen, und ab und zu sind es auch richtig große Brocken, die schon eine längere Zeit darauf warten, angepackt zu werden.

Allen gemeinsam aber ist, dass sie getan werden wollen. Denn wer „von hier nach da“ kommen will, der muß sich bewegen. Das ist eine alte Weisheit. Da nützt es nichts, wenn eure Oberen und Schriftgelehrten euch etwas anderes lehren. Um die Entscheidung, über „Glaube und Gnade“ und über die Beachtung von Geboten, Vorschriften und Dogmen, über das Praktizieren ritueller Handlungen und die Einhaltungen von Traditionen hinaus eigenverantwortlich zu handeln, kommt keiner umhin.

Unter diesem Gesichtspunkt bekommt das Wort „liebe – und sonst nichts“ eine andere Bedeutung. Es scheint die Sache auf den ersten Blick zu erleichtern, weil dann so manches nicht mehr den bisherigen Stellenwert hat oder gar wegfällt, was in der Vergangenheit ohnehin nur mit einem halben Herzen gemacht wurde; doch es fordert gleichzeitig dazu auf, an die Arbeit – die Innere Arbeit – zu gehen. Mit Mir an deiner Seite wird dir dies aber wesentlich leichter gelingen und dich ungleich schneller ans Ziel führen, als wenn du dich allein bemühst.

Die Erfahrung wird nicht ausbleiben, dass sich aus dem Bemühen, die Liebe im Alltag zu leben, nahezu von alleine Weisheit und Erkenntnis ergeben. Der umgekehrte, der scheinbar weniger mühsame Weg der Wissensansammlung oder die Mitgliedschaft in einer religiösen Gemeinschaft samt der Ausübung althergebrachter Bräuche wird dagegen niemals dazu führen, dass sich das notwendige Potential an mitfühlender und selbstloser Liebe in dir entwickelt, das dich Mir näherbringt.

Meine Geliebten, was ergibt sich daraus? Dass man Mich und Meine Weisheit nicht studieren, dafür aber mehr und mehr in Mich eintauchen kann. Was versteht ihr darunter? Wie oft am Tag seid ihr bei Mir? Wie oft sprecht ihr mit Mir, und sei es nur durch einen liebevollen Gedanken, eine kurze Frage, oder indem ihr Mir sagt, was euch gerade bewegt, oder was ihr gerade tut? Zehnmal, zwanzigmal, fünfzigmal oder mehr?

Vielleicht glaubt der eine oder andere von euch, dem diese Form der Kommunikation noch ein wenig fremd ist, dass er dann Selbstgespräche führen würde. Selbstgespräche führt man, wie der Name sagt, mit sich selbst, wenn man alleine ist. Du aber, Mein Kind, bist nie alleine. Niemals, denn es gibt keinen Augenblick in deinem Leben, in dem Ich nicht bei dir Bin. Ich Bin das Leben in dir! Oder vermutest du Mich immer noch in einem fernen und nebulösen Himmel, von dem dir keiner sagen kann, wo der denn sein soll? Ein Blick nach oben läßt dich nur ein winzig kleines Stückchen eures materiellen Weltalls sehen. Ein Blick nach innen jedoch weist dir den Weg, der an Mein Herz führt.

Du bist also, wenn du an Mich denkst oder Mir etwas sagst – selbst wenn du nur entsprechend empfindest –, unmittelbar verbunden mit deiner Lebensquelle. Und diese Quelle ist die Liebe! Kann es einen Grund geben, den Kontakt mit der Kraft, die dich ununterbrochen nährt und aufbaut, nicht zu suchen und zu pflegen?

Wirst du nachdenklich bei diesen Überlegungen? Erinnere Ich dich damit an etwas, das du dir selbst schon oft vorgenommen hast? Und wie sah dann anschließend die Praxis aus? „Der Tag fordert seine Rechte und meine Pflichten“, wirst du sagen. Das stimmt, denn du bist in der Regel auf der Erde, um etwas zu lernen. Aber du weißt selbst, wie groß der Spielraum, wie groß die Bandbreite ist, die diese Aussage erlaubt. Wie legst du sie aus? Wieviel Platz von den vielen hundert Minuten, die dir täglich zur Verfügung stehen, räumst du Mir ein?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, so eine eurer Redewendungen. Dann mache Ich euch einen Vorschlag: Bittet Mich darum, euch dabei zu helfen, einige eurer Gewohnheiten zu verändern, das heißt, einige wenige, einige kleinere eurer vielen eingefahrenen Gleise durch neue zu ersetzen. Könnt ihr im Ernst glauben, dass der Himmel eine solche Bitte überhört oder sie nicht erfüllt? Wird es nicht eher daran liegen, dass eine solche Bitte erst gar nicht ausgesprochen wird?

Je öfter du in Gedanken oder in Worten bei Mir bist, umso enger wird das Band zwischen uns. Und je enger es wird, umso ruhiger und gelassener wirst du, umso selbstverständlicher wird es für dich, dass du dich an Mich wendest – später vielleicht sogar alles mit Mir besprichst und Meine Impulse immer deutlicher empfängst –, und umso vertrauensvoller wird unsere Beziehung. Ein solch wiederholt praktiziertes Verhalten wird, wie eure Wissenschaftler es ausdrücken, zu einem „bedingten Reflex“. Auf uns zwei, auf Mich und dich bezogen, kann man es so formulieren: Es wird zu einer lieben Gepflogenheit, auf die du nicht mehr verzichten möchtest, wenn du einmal ihre Vertrautheit, Wärme und Vorzüge kennengelernt hast.

 

 

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Wir haben gerade erst angefangen, etwas tiefer in die Worte hineinzuschauen, haben erst begonnen, ein wenig intensiver „zu graben“, und schon ergeben sich viele neue Aspekte, die zahlreiche Bücher füllten, würden wir in die Feinheiten, in die unzähligen Details gehen. Weil dies aber einen jeden überfordern würde, und weil auch das Lernen einen Evolutionsprozess darstellt, der sich sinnvoll nur Schritt für Schritt erschließt, reicht es, wenn wir unser Augenmerk auf einen weiteren Gesichtspunkt richten. Dieser hat es allerdings in sich, denn er berührt euch direkt und spielt – ebenso wie Meine ununterbrochene Gegenwart – für euer Bemühen um die gelebte Liebe eine entscheidende Rolle.

Die allgemeine Unkenntnis darüber, dass es noch eine andere, eine unsichtbare Realität gibt – eine Wirklichkeit außerhalb eurer fünf Sinne –, macht es Meinem und eurem Gegenspieler und seinem Anhang so leicht, euch ständig unbemerkt zu beeinflussen, zu behindern, euch stagnieren zu lassen und euch an Leib und Seele zu schädigen. Wobei die Unkenntnis des Gesetzes von Ursache und Wirkung ein übriges bewirkt.

Ich spreche von den Kräften, die ihr fast alle nur dem Namen nach kennt, die ihr Dunkelheit, Finsternis, Satan, Antichrist, Luzifer oder einfach nur Teufel nennt, und die in der nicht-materiellen Welt zuhause sind, die für euch nicht wahrnehmbar ist. Aber diese feinstoffliche Welt existiert, und ihr Einfluß auf euch – wenn ihr diesen denn zulaßt – ist so permanent und unmittelbar, dass ihr in Meine Arme flüchten würdet, könntet ihr das Böse und die unzähligen Formen und Varianten der von ihm ausgehenden Versuchungen sehen.

Aber nicht nur das personifizierte Böse ist es, was euch das Leben oft so schwer macht und euch immer wieder Steine in den Weg legt. In vielen Fällen sind es Energien, sogenannte Energiefelder, von denen es unzählige in unterschiedlichen Formen und Intensitäten gibt, die riesigen „Nebelgebilden“ gleich das Weltall durchziehen und vor allem euren Planeten umkreisen. Oft genug allerdings werden sie auch von Seelen aus den Astralbereichen gesteuert mit der Absicht, Energie von Menschen zu bekommen, die mit den Inhalten dieser Felder gleichschwingen.

Was sind deren Inhalte? All das, was nicht dem Liebegebot entspricht: angefangen bei Hass, Feindschaft, Krieg und Unversöhnlichkeit über die riesige Palette der „mittleren Sünden“ bis hin zu den Registern der Oberflächlichkeit, der irreführenden Wichtigtuerei, der selbstgefälligen Schmeicheleien und Eitelkeiten und vielem mehr.

Ihnen seid ihr mehr oder weniger 24 Stunden am Tag ausgesetzt. Ob sie euch beeinflussen können, ob sie euch eure Zeit rauben oder euch in die von ihnen beabsichtigte Richtung lenken können, hängt von jedem einzelnen selbst ab. Hier wirkt das Gesetz der Anziehung: Jede eurer Empfindungen und jeder eurer Gedanken gehen mehr oder weniger stark und direkt in Kommunikation mit den entsprechenden Energien, was erst recht für jedes Wort und jede Tat gilt.

Ihr werdet praktisch angeregt „zu senden“, und ihr „empfangt“, ohne es zu wissen, und umgekehrt. Was euch anspricht, auf was ihr anspringt, das ist bedingt durch das, was in eurer Seele liegt, und was ihr an Interessen und Wünschen in euch tragt. Ihr könnt es auch so ausdrücken: Euer Charakter, das heißt die Summe eurer liebevollen und nicht so liebevollen Eigenschaften, geht in Wechselwirkung mit entsprechenden Kräften, mit guten, neutralen, weniger guten oder stark gegensätzlichen.

Hier wird das Gesetz der Entsprechung wirksam, das viele von euch auch unter dem Namen „Spiegelgesetz“ oder „Resonanzgesetz“ kennen, das dann in Aktion tritt, wenn etwas in euch Reaktionen hervorruft, seien es negative oder positive.

 

 

*

 

 

Allein an diesem Beispiel „Der Himmel ist Liebe“ habe Ich euch ein wenig in die Tiefe geführt. Dass darunter noch weitaus mehr an Erkenntnissen liegt, die euch weiterhelfen, wenn ihr die entsprechenden Entscheidungen trefft, liegt auf der Hand. Denn die Weisheit eures himmlischen Vaters ist unendlich.

Doch das bisher Gesagte reicht schon aus, um einen nächsten Schritt vollziehen zu können, nämlich die Konsequenz zu erkennen, die sich aus dem Wissen ergibt, dass ihr ununterbrochen von euch weitgehend unbekannten Kräften umgeben seid. Damit komme Ich zurück auf Meine Frage, wie viele Minuten eurer Zeit ihr Mir schenken wollt.

Je öfter du dich mit einer Sache beschäftigst, je öfter du in eine bestimmte Richtung denkst, umso mehr füllst du damit dein Bewusstsein, dein Unterbewusstsein und deine Seele. Wo das eine ist, da kann das andere nicht sein. Wenn du in Gedanken bei Mir bist, gibst du – bildlich gesprochen – in die Waagschale des Lichts ein kleines Gewicht. Und damit fehlt etwas auf der anderen Seite, etwas, das Ich, wenn dein Bemühen ernsthaft ist, umgewandelt habe. Dann werden Meine Kräfte in und an dir nach und nach wirksam, die dich aber im Gegensatz zu den Kräften der Gegenseite nicht beeinflussen (Ich achte in jedem Fall deinen freien Willen!), sondern die dich stärken und mehr und mehr Erkenntnisse in dir emporsteigen lassen, die sich dann in deinem täglichen Verhalten in Verstehen, Toleranz, Nachsicht, Geduld und vielem mehr ausdrücken. Dies ist eine gesetzmäßige Folge deines Bemühens, die dann nicht eintritt, wenn du die erwähnte Schale deiner Seelenwaage mit Wissen füllst.

Wenn du dazu grundsätzlich bereit bist, dann wird unter Umständen die Frage in dir aufsteigen: „Was soll ich verändern? Um was soll ich Dich bitten?“ Um die zweite Frage zuerst zu beantworten, Mein Kind: Wenn du mutig bist – mit einem Lächeln gesprochen –, dann bitte darum, dass Mein Wille an dir geschehen möge, was etwas anderes ist als das oft nur so dahin gesprochene „Dein Wille geschehe“. Dann nämlich wird der Himmel die Regie in deinem Leben übernehmen, weil du der Liebe dazu das Recht gegeben und die Vollmacht erteilt hast.

Und zu der anderen Frage: Du wirst erkennen lernen, was es zu verändern gilt; denn Ich werde dich wohl dosiert auf die Wesenszüge deines Menschen aufmerksam machen, denen du bisher nicht die nötige Beachtung geschenkt hast. Du wirst lernen, an deinen Reaktionen zu erkennen, was durch Meine Liebekraft in dir noch umzuwandeln ist.

Dann bist du am Zug. Dann liegt es an dir zu entscheiden, ob du von dieser oder jener Verhaltensweise frei werden möchtest oder nicht. Aber Achtung, hier lauert eine Falle.

Es ist ein Unterschied, ob ein Mensch betet: „Bitte, mach‘ mich frei von diesem oder jenem. Ändere mich in dem oder dem Punkt“, oder ob er zu Mir kommt mit dem Wissen und der Bereitschaft, dass auch er seinen, einen kleinen Anteil an der bevorstehenden Veränderungsarbeit leisten muß. „Bitte hilf mir, diesen Wesenszug zu verändern“, wäre die – bessere – Alternative.

Wenn du zum Beispiel darum bittest, in Frieden mit deinem Nachbarn leben zu wollen, dann wirst du die Seite in dir, die noch nicht so ganz friedfertig ist, auch anschauen und bearbeiten müssen. Wenn dir das klar ist, und wenn du dazu bereit bist, werde Ich den Rest übernehmen. Wie und wann sich das im Äußeren zeigt, kannst du getrost dem Himmel überlassen, der den Überblick hat und genau weiß, an welchen Stellschrauben er wann zu drehen hat.

Selbst diejenigen, die an Mich und Mein Wort glauben, haben sich in den seltensten Fällen darüber Gedanken gemacht, warum ein Gebet nicht erhört wird. Dabei lohnt es sich, gerade diese Überlegung einmal zu vertiefen. Denn wenn Ich die absolute, selbstlose und bedingungslose Liebe Bin, so müßte es doch Mein wichtigstes Anliegen sein, die Gebete Meiner Kinder zu erhören. Wenn sich aber eine Gebetsbitte nicht erfüllt? Wenn ihr vielleicht sogar immer und immer wieder um das Gleiche bittet, und es tut sich nichts? Kommt da niemals die Frage in euch hoch, warum wohl die Liebe – in den Augen so mancher Meiner Kinder dann die „angebliche Liebe“ – anscheinend taub ist und stumm bleibt?

Es lohnt sich, Meine Geliebten, in einer ruhigen Stunde einmal über diese Frage nachzudenken. Wenn ihr mit einem offenen Herzen nach einer Antwort sucht, dann werde Ich diese Antwort aus eurem Inneren emporsteigen lassen oder euch zu Menschen, zu Büchern oder in Gespräche führen, die euch weiterhelfen, die Lösung zu finden. Wenn ihr ernsthaft sucht ...

Eine weitere Falle lauert dort, wo es darum geht, etwas loszulassen. In vielen Fällen wollen Meine Menschenkinder etwas loswerden, das sie stört, oder das ihnen unangenehm ist. Loslassen aber ist etwas anderes. Es bedeutet, auf etwas zu verzichten, aus dem man in der Vergangenheit, bewusst oder unbewusst, seinen Nutzen, seinen Vorteil oder seine Energie gezogen hat.

Ihr wollt gesund werden, was durchaus verständlich ist, möchtet aber auf das, was zu eurer Krankheit beigetragen hat, nur ungern oder gar nicht verzichten. Dabei können die Ursachen für eine Krankheit durchaus im geistig-seelischen Bereich liegen und nicht sogleich offensichtlich sein. Bittet Mich darum, und Ich werde Wege und Möglichkeiten finden, euch eine Spur entdecken zu lassen, die zu den tieferliegenden Ursachen einer Krankheit führt. Das kann unter Umständen eine Unversöhnlichkeit sein – aber natürlich auch vieles andere mehr –, aus der ihr eine fragwürdige Befriedigung gezogen habt.

Es können auch liebgewordene Gewohnheiten sein, die aufzugeben sind. Oder es kann sich um eingefahrene Gleise handeln, die ihr nicht verlassen wollt. Doch erst damit könnte eine Grundlage für einen Neuanfang geschaffen werden. In jedem Fall heißt loszulassen auch immer, etwas zu verändern, etwas bisher Praktiziertes nicht mehr zu tun, und sei es „nur“ in Gedanken.

Das ist in gewisser Weise Arbeit, Meine Söhne und Töchter. Es bedeutet unter Umständen auch ein wenig oder auch mehr Anstrengung, und es erfordert vor allem Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit. Denn die Kräfte, die aufgrund eurer Schwächen Energie von euch bekommen und genommen haben, werden nicht so ohne weiteres zuschauen, wie ihr euch dem Licht nähert; ihnen fehlt dann etwas. Sie werden zumindest versuchen, euch über die bisher für sie erfolgreichen Schienen weiterhin zu erreichen. Oder sie bauen neue Schienen.

Dem könnt ihr einen Riegel vorschieben; denn Ich, euer himmlischer Vater, der euch in Jesus von Nazareth Bruder und Freund geworden ist, Bin in euch und an eurer Seite. Es gibt keine stärkere Kraft in der gesamten Schöpfung!

Jetzt versteht ihr, warum es wichtig ist, des öfteren, ja so oft wie möglich zu Mir zu kommen. Jedes Beisammensein mit Mir, und sei es auch nur ein kurzer, liebevoller Gedanke oder ein kindliches Dankeschön oder ein einfaches „Ich hab‘ Dich lieb“, stärkt dich im gleichen Augenblick in deiner Seele. Es macht deine Waagschale des Lichtes immer voller, und du lernst, denn dafür bist du in die Welt gekommen. So können nicht nur deine Mitmenschen in dir ein Vorbild sehen; es kann und darf sich auch die Finsternis an dir messen, und so sie will auch erkennen, dass es sich lohnt, das Dunkel zu verlassen und sich zum Licht hin zu orientieren.

Wer bisher mit dem Begriff der „Herzenslogik“ noch nicht so recht etwas anfangen konnte: Das, Meine geliebten Söhne und Töchter, war Herzenslogik pur. Sie besagt: Gebrauche deinen Verstand, aber am besten erfüllt er seine Aufgabe als rechte Hand des Herzens. Sie macht es möglich, tiefer und tiefer in Meine Weisheit einzudringen, ohne dabei Gefahr zu laufen, kopflastig zu werden und das wirklich Wichtige im Leben zu vergessen: liebe – und sonst nichts!

Amen